Heutige Tourendaten:

A) Auf dem Höhenweg (Silke und Hartmut): insgesamt ca. 1000 HM und 1000 AM verteilt über mehrere kleine An- und Abstiege und knapp 7 Stunden Gehzeit.
B) Abstieg nach Feuerstein im Gschnitztal und wieder Aufstieg (Annette, Petra, Karola, Emil): 1.130 AM von der Bremer Hütte nach Feuerstein (Gehzeit: ca. 2,5 Std.), 1.088 HM von Feuerstein zur Innsbrucker Hütte (Gehzeit: 3 Std.)
Teilstrecke auf der Karte anschauen

Unser Eindruck von der Innsbrucker Hütte:

Die Innsbrucker Hütte

Groß, ungemütlich und wuselig, im Gastraum herrscht Kantinen-
atmosphäre
, obwohl die Pächterin die Tochter eines renommierten Hoteliers in Neustift ist. Das Essen und die Getränke eher mittelmäßig und nicht ihren Preis wert. Wir fanden leider nur im neuen Anbau des Gastraumes einen freien Tisch - hier war es weder geheizt noch trocken. Am Wochenende sollte man sicherlich vorbestellen. Leider kein urigerer Abschiedsabend, wie wir ihn uns gewünscht hätten. Die Lagerbetten sind mit 7,20 zwar recht billig, dafür wird man wie Ölsardinen zusammengepfercht.

Schauliegen im Ölsardinenlager fürs Foto

Aber das trägt eigentlich nur zu allgemeiner Heiterkeit bei, denn Schlafen ist vor Lachen über diese schon fast skurrile Schlaf-Situation kaum möglich: Umdrehen geht nur, wenn alle im Lager mitmachen! Und wir machen die Bekanntschaft von Sissi, die zum ersten Mal auf einer Hütte übernachtet und mit uns im Lager auf Tuchfühlung gehen "darf". Highlight dieser Hütte sind sicherlich die warmen Duschen, für die man nicht extra bezahlen muss.
Mehr Infos zur Innsbrucker Hütte

Samstag, 17.07.2004: BREMER HÜTTE - INNSBRUCKER HÜTTE

Die Strecke... :

Heute erhalten wir nur ungenaue Angaben über den Zustand der Strecke, Eisflächen und Firnfelder soll es geben. Wir haben allerdings keine Steigeisen mit. Bei guten Bedingungen wird eine Gehzeit von circa 8 Stunden angegeben. Und wir entwickeln außerdem abweichende Interessen für diesen Tag: geröllig-steinige, evtl. sogar vereiste Wege versus grün-blumige Almwiesen. Also teilen wir uns kurzerhand in zwei Gruppen auf. Silke und Hartmut folgen dem Stubaier Höhenweg zur Innsbrucker Hütte, der Rest der Truppe wählt den Weg über den Abstieg ins Gschnitztal mit anschließendem Wiederaufstieg. Wie sich später herausstellt, sind die Gesamt-Höhen- und Abstiegsmeter auf beiden Strecken beinahe identisch - und zeitlich liegen wir am Abend ebenfalls ähnlich.

Kühl-frischer Gebirgsbach auf dem Weg nach Feuerstein

... auf dem Höhenweg:

Der Höhenweg bietet Klettersteige mit und ohne Seilversicherungen und ist sehr schneereich mit längeren und kürzeren Firnfeldern. Die Auf- und Abstiege sind eher anspruchsvoll und erfordern eine entsprechende Kondition. Dafür lässt sich fast durchweg eine tolle Aussicht genießen, heute auch ein wunderbares Wolkenspiel bewundern. Überhaupt ist dieser Abschnitt des Stubaier Höhenweges ausgesprochen abwechslungsreich - und gilt zu Recht als Panoramaweg.

... und über Feuerstein:

Der Weg von der Bremer Hütte bis nach Feuerstein ist landschaftlich wunderschön, geht zunächst über steinig-gerölligen Untergrund, wird bald aber von Gebirgsbächen, Wiesen und urigen Felsformationen begleitet. Für Liebhaber von Grün und Bergblumen ein traumhaftes Erlebnis - und eigentlich ein Muss! Wir sehen grüne Bergwiesen, fast durchweg ist ein herrliches Bergpanorama zu bestaunen - was natürlich auch den guten Wetterverhältnissen heute zu verdanken ist. Sogar Grasfrösche sehen wir auf unserem Weg.

Almwiese, auf dem Weg nach Feuerstein

Um 12:15 Uhr kommen wir am Feuerstein auf 1.281 m an, und schicken als erstes zwei unserer Rucksäcke mit dem Materiallift nach oben zur Innsbrucker Hütte auf 2.369 m. Es ist ganz hübsch hier, Blumenwiesen und Kühe, nur ein ganz klein wenig touristisch. Aber egal, wir gönnen uns die wohlverdiente Rast inklusive Mittagessen im Gasthof Feuerstein.

 

Der Aufstieg ab Feuerstein:

Eine Stunde später starten wir zum Aufstieg: über 1000 Höhenmeter liegen vor uns. Diese gestalten sich aber super schön, anfangs geht es durch Nadelwald, dann über Wiesen und schließlich wieder über Geröllwege. Der letzte Weg bis zur Hütte wird wieder etwas karger aber ist ebenfalls wunderschön. Hier und da treffen wir auf grasende Schafe, auch auf recht steilen Hängen.

 

Früher Abend, Ausblick von der Innsbrucker Hütte

Auf der Hütte fegt ein kalter Wind über den Kamm. Silke und Hartmut sind eher eingetroffen als wir und berichten total begeistert von ihrer wunderschönen und beeindruckenden Etappe über den Höhenweg. Überhaupt überbieten wir uns nun alle gegenseitig mit der Schwärmerei über unsere heutigen Erlebnisse.

Tagesabschluss:

Abends gibt es ein Gewitter und es regnet reichlich. Farbenspiel, Licht und Ausblick sind dermaßen beeindruckend, so dass ein rundherum schöner Tag dadurch wunderbar abgerundet wird.